„Welche Untersuchungen für mich wichtig sind, weiß mein Gynäkologe und führt sie im Rahmen der Mutterschaftsrichtlinien durch“. Diese Überzeugung hat die Mehrheit der Schwangeren. Grundsätzlich ist diese Einstellung auch richtig – bis auf eine ganz wesentliche Untersuchung, die derzeit nur auf Anfrage der Patientinnen vorgenommen wird: Jede werdende Mutter sollte per Bluttest (Kosten ca. 13 Euro) unbedingt klären lassen, ob sie bereits eine Infektion mit dem weit verbreiteten Cytomegalie-Virus (CMV) durchlaufen hat oder ob noch die Gefahr für eine Erstinfektion in der Schwangerschaft besteht. Prominente Gynäkologen wie Prof. Klaus Friese (Direktor der Frauenklinik der Universität München) wissen, wie wichtig dieser Test für die Gesundheit des Babys ist und empfehlen ihren Patientinnen die Ermittlung des CMV-Immunstatus. Doch neue wissenschaftliche Erkenntnisse brauchen oft Jahre, bis alle Ärzte entsprechend informiert sind. Und derzeit weiß die Mehrzahl der Gynäkologen noch nicht, dass es eine Therapieoption gibt, wenn eine CMV-Infektion in der Schwangerschaft festgestellt wird. Deshalb raten sie auch nicht aktiv zu dem CMV-Bluttest, da sie glauben, gegen dieses „Schicksal“ dann ohnehin machtlos zu sein. Sie sind es jedoch nicht, das hat eine italienische Studie von Prof. Giovanni Nigro (veröffentlicht im New England Journal auf Medicine) gezeigt. Die Gefahr, dass sich das Ungeborene über den Mutterkuchen ebenfalls mit CMV infiziert und dadurch schwere Schädigungen erleidet, kann durch eine passive Immunisierung der Schwangeren mit Immunglobulin erheblich gesenkt werden. Weitere Informationen zum CMV-Infektionsrisiko während der Schwangerschaft gibt es im Internet unter www.dgk.de sowie unter www.icon-cmv.de. Foto: Supress
Wichtig für die Gesundheit des Babys: Worauf Schwangere unbedingt achten sollten!
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